Zusätzliche Maßnahmen gegen Malware

Malware entfernen unter Windows – Unterschiede zwischen MSRT und MSERT

Microsoft stellt Windows-Nutzern zwei integrierte Werkzeuge zur Verfügung, um Schadsoftware zu erkennen und zu entfernen: das Malicious Software Removal Tool (MSRT) sowie den Microsoft Safety Scanner (MSERT).

Beide Tools helfen dabei, Malware auf einem Windows-System aufzuspüren, unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktionsweise und ihrem Einsatzbereich. Während das MSRT regelmäßig über Windows Update bereitgestellt wird, kann der Microsoft Safety Scanner bei Bedarf manuell ausgeführt werden.

In diesem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen MSRT und MSERT und wann welches Tool sinnvoll eingesetzt werden sollte.

Malware entfernen mit Microsoft Sicherheitswerkzeugen

Inhaltsverzeichnis

Malicious Software Removal Tool (MSRT)

Das  Malicious Software Removal Tool (MSRT) ist ein Sicherheitswerkzeug von Microsoft, das zusammen mit den monatlichen Windows-Updates verteilt wird. Diese Updates erscheinen in der Regel am sogenannten „Patch Tuesday“, dem zweiten Dienstag eines Monats, und werden über Windows Update bereitgestellt.

Das MSRT dient dazu, bekannte und weit verbreitete Schadsoftware auf Windows-Systemen zu erkennen und zu entfernen. Auf den meisten Computern wird das Tool automatisch im Hintergrund ausgeführt, sodass regelmäßig eine Überprüfung auf bestimmte Malware-Arten erfolgt.

Neben der automatischen Verteilung über Windows Update kann das MSRT auch manuell genutzt werden. Dadurch eignet es sich als zusätzliche Möglichkeit, ein System auf bekannte Bedrohungen zu überprüfen. Obwohl viele Anwender das Tool hauptsächlich über die automatischen Updates verwenden, bietet die manuelle Ausführung eine praktische Ergänzung für Sicherheitsprüfungen.

Malicious Software Removal Tool (MSRT)

Der Microsoft Safety Scanner, auch als MSERT bekannt, ist ein kostenloses Sicherheitswerkzeug von Microsoft zur Erkennung und Entfernung von Malware auf Windows-Systemen. Das Tool kann direkt von Microsoft heruntergeladen und bei Bedarf ausgeführt werden.

Ähnlich wie das Malicious Software Removal Tool hilft auch der Safety Scanner dabei, bekannte Schadsoftware aufzuspüren und zu beseitigen. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass MSERT nicht automatisch im Hintergrund arbeitet. Stattdessen muss der Scan manuell durch den Benutzer gestartet werden.

Eine weitere Besonderheit ist die begrenzte Gültigkeitsdauer des Tools. Nach dem Download kann der Microsoft Safety Scanner nur für einen bestimmten Zeitraum verwendet werden. Anschließend sollte die aktuelle Version erneut heruntergeladen werden, damit bei der Überprüfung die neuesten Malware-Definitionen und Sicherheitsinformationen genutzt werden können.

Dadurch eignet sich MSERT besonders für gezielte Sicherheitsprüfungen, wenn der Verdacht auf eine Malware-Infektion besteht oder ein zusätzlicher Systemscan durchgeführt werden soll.

Ein weiterer Unterschied zum MSRT besteht darin, dass der Microsoft Safety Scanner als portable Anwendung bereitgestellt wird. Das Tool wird nicht fest auf dem System installiert und erscheint daher weder im Windows-Startmenü noch als Verknüpfung auf dem Desktop.

Nach dem Download muss die ausführbare Datei manuell über den Windows-Datei-Explorer aufgerufen werden. Dadurch eignet sich MSERT besonders für gezielte Malware-Scans, ohne dass zusätzliche Software dauerhaft auf dem Computer installiert werden muss.

MSRT oder MSERT – welches Tool sollte verwendet werden?

Sowohl das Malicious Software Removal Tool (MSRT) als auch der Microsoft Safety Scanner (MSERT) dienen der Erkennung und Entfernung von Malware auf Windows-Systemen. Der wichtigste Unterschied liegt jedoch in der Aktualität der verwendeten Bedrohungsinformationen.

Das MSRT wird im Rahmen der regulären Windows-Updates verteilt und regelmäßig aktualisiert. Der Microsoft Safety Scanner hingegen wird als separates Tool bereitgestellt und sollte bei Bedarf erneut heruntergeladen werden, damit die neuesten Malware-Signaturen und Sicherheitsinformationen verwendet werden.

Aus diesem Grund eignet sich MSERT besonders für gezielte Sicherheitsprüfungen oder bei Verdacht auf eine aktuelle Malware-Infektion. Das bedeutet nicht, dass das MSRT weniger leistungsfähig ist, jedoch arbeitet der Safety Scanner in vielen Fällen mit aktuelleren Bedrohungsdaten.

Fazit

Für die regelmäßige Systempflege bietet das MSRT einen soliden Basisschutz. Besteht jedoch der Verdacht auf Schadsoftware oder soll ein zusätzlicher Sicherheitscheck durchgeführt werden, ist der Microsoft Safety Scanner häufig die bessere Wahl. Idealerweise werden beide Werkzeuge als ergänzende Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt, um Windows-Systeme bestmöglich vor Malware zu schützen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Malware entfernen

Typische Anzeichen sind eine langsame Systemleistung, unerwartete Fehlermeldungen, häufige Pop-ups, unbekannte Programme oder ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten.

Windows verfügt mit Microsoft Defender sowie dem Malicious Software Removal Tool über integrierte Sicherheitsfunktionen. Bei hartnäckigen Infektionen können jedoch zusätzliche Tools erforderlich sein.

Malware ist der Oberbegriff für Schadsoftware. Viren verbreiten sich selbstständig und infizieren Dateien, während Trojaner sich als legitime Programme tarnen, um Zugriff auf Systeme zu erhalten.

Der Microsoft Safety Scanner kann viele bekannte Bedrohungen erkennen und entfernen. Für einen umfassenden Schutz sollten jedoch regelmäßige Updates, Antivirensoftware und sichere Benutzergewohnheiten kombiniert werden.

Halten Sie Windows und Ihre Programme aktuell, verwenden Sie sichere Passwörter, öffnen Sie keine unbekannten Anhänge und nutzen Sie eine aktuelle Sicherheitssoftware.

Für Privatanwender empfiehlt sich eine regelmäßige automatische Überprüfung sowie zusätzliche Scans bei verdächtigen Aktivitäten oder ungewöhnlichem Systemverhalten.

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