Sie sind unsicher, ob Ihr PC gehackt wurde oder nur ein technisches Problem vorliegt? Wir prüfen Ihr System, erkennen mögliche Schadsoftware und unterstützen Sie bei der sicheren Bereinigung.
Eben noch lief der Rechner optimal, doch plötzlich stocken Programme, die Festplatten-LED blinkt ungewöhnlich stark oder der Browser öffnet ungewollt Webseiten. So klären Sie, ob Ihr PC gehackt wurde oder ob nur ein kurzfristiges Problem vorliegt.
Sollte auf Ihrem PC-Bildschirm plötzlich eine Lösegeldforderung erscheinen, ist die Sache ziemlich klar: Ihr PC wurde gehackt. Doch nicht immer zeigen sich Angriffe auf den Rechner so drastisch und eindeutig.
Für weniger klare Fälle benötigen Sie ein genaueres Gespür und das richtige Know-how. Das ist ähnlich wie beim Arzt: Eine Krankheit kann manchmal durch einen Bluttest eindeutig erkannt werden. In anderen Fällen untersucht der Arzt die einzelnen Symptome des Patienten und kommt so zur richtigen Diagnose.
Für Ihren PC ist dieser „Bluttest“ ein Scan mit einem Antivirenprogramm. Entdeckt das Tool einen Schädling, ist die Sache klar. Deshalb ist ein Virenscan immer eine sinnvolle erste Maßnahme, wenn sich Ihr System verdächtig verhält.
Doch nicht immer findet das Antivirenprogramm einen Schadcode – und trotzdem verhält sich Windows merkwürdig. In diesem Fall sollten Sie die Symptome genauer betrachten. Die sieben häufigsten Warnsignale sind diese hier.
Wenn Programme plötzlich verzögert starten, Fenster nur langsam reagieren oder Windows insgesamt träge wirkt, kann das ein erstes Warnsignal sein. Natürlich muss nicht sofort ein Hackerangriff dahinterstecken – auch Updates, volle Festplatten oder zu viele Hintergrundprozesse können den PC verlangsamen. Tritt die langsame Reaktion jedoch plötzlich auf und bleibt dauerhaft bestehen, sollten Sie genauer prüfen, ob Schadsoftware oder ein ungewollter Prozess im Hintergrund aktiv ist.
Die Nutzung des Systems läuft plötzlich nur noch stockend. Programme reagieren langsam oder frieren kurzzeitig ein. Gleichzeitig liegt die CPU-Auslastung bei 100 Prozent. Wie Sie das genauer prüfen können, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt „Untersuchung“.
Es gibt mehrere harmlose Ursachen für eine CPU-Auslastung von 100 Prozent. Häufig arbeitet gerade ein legitimes Programm an einer rechenintensiven Aufgabe. Das kann zum Beispiel das Komprimieren eines Videos oder eine aufwendige Bildverwaltungsaufgabe sein. Auf älteren PCs kann sogar schon die Wiedergabe von HD-Videos zu einer hohen CPU-Last führen.
Eine zweite harmlose Möglichkeit ist ein älterer Windows-10-Bug. Dabei zeigte der Task-Manager eine CPU-Auslastung von 100 Prozent an, obwohl der Prozessor tatsächlich gar nicht so stark belastet war.
Eine dritte Ursache ist weniger harmlos: Fehler in Programmen oder Windows-Tools können dazu führen, dass ein Prozess dauerhaft die maximale CPU-Leistung beansprucht. In diesem Fall arbeitet der PC tatsächlich am Limit und reagiert entsprechend langsam.
Alarmstufe Rot herrscht, wenn die hohe CPU-Last von einem Erpressungstrojaner verursacht wird. Dieser verschlüsselt Anwenderdateien auf dem PC und zeigt anschließend eine Erpressernachricht an. Bei einer großen Datenmenge kann der Verschlüsselungsvorgang mehrere Stunden dauern.
Weniger dramatisch, aber dennoch unerwünscht sind sogenannte Crypto-Jacker, auch Mining-Malware genannt. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die Ihren PC heimlich zum Berechnen digitaler Währungen missbrauchen. Häufig wird dabei Monero geschürft, weil diese Kryptowährung besonders oft für anonymes Mining genutzt wird.
Auch ein installiertes Antivirenprogramm kann einen Schädling übersehen. Bei einem konkreten Virenverdacht ist deshalb ein Scan mit einem Zweitscanner eine sinnvolle zusätzliche Maßnahme. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Online-Scanner eines bekannten Sicherheitsanbieters.
Der erste Blick bei einem trägen Windows-System sollte in den Task-Manager gehen. Drücken Sie dazu gleichzeitig STRG + SHIFT + ESC und klicken Sie anschließend auf „Mehr Details“.
Steht dort in der Spalte „CPU“ eine Auslastung von 100 Prozent, klicken Sie auf diese Spalte, um die einzelnen Prozesse nach ihrer CPU-Last zu sortieren. So erkennen Sie schnell, welcher Prozess oder welches Programm dem PC die Leistung entzieht.
Ist die Anzeige im Task-Manager nicht eindeutig, können Sie alternativ den Process Explorer verwenden. Dieses Tool zeigt Prozesse oft detaillierter an und hilft dabei, verdächtige oder ungewöhnliche Aktivitäten besser einzuordnen.
Wenn Sie bei der Bewertung eines unbekannten Prozesses unsicher sind, sollten Sie den Prozessnamen prüfen und bei Bedarf weitere Informationen dazu recherchieren. Besonders verdächtig sind Prozesse mit ungewöhnlichen Namen, hoher CPU-Auslastung oder unbekanntem Speicherort.
Zusätzlich ist ein Virencheck mit einem zweiten Virenscanner immer eine sinnvolle Maßnahme. Allerdings gibt es nur noch wenige Antiviren-Tools, die sich parallel zu einem bereits installierten Antivirenprogramm nutzen lassen. Empfehlenswert sind zum Beispiel der Eset Online Scanner oder der Norton Power Eraser.
Der Norton Power Eraser gehört zu den Tools, die zusätzlich eingesetzt werden können. Er ist besonders darauf ausgelegt, hartnäckige Schädlinge zu finden und zu entfernen.
Haben Sie einen Prozess gefunden, der die hohe CPU-Last verursacht, suchen Sie im Internet nach dem Namen des Prozesses und ergänzen Sie den Suchbegriff um „100 Prozent CPU“. In vielen Fällen finden Sie so schnell Hinweise oder eine passende Lösung.
Wenn der Prozess aufgrund eines Programmfehlers Probleme verursacht, hilft häufig ein Update der betroffenen Software. In manchen Fällen gibt es auch einen bekannten Workaround. Ein typischer Kandidat dafür war in den Jahren 2016 bis 2018 der Windows-Prozess runtimebroker.exe.
Steckt jedoch ein Virus oder eine andere Schadsoftware hinter der hohen Auslastung, sollten Sie den Schädling mit einem Antivirenprogramm entfernen. Zusätzlich kann ein zweiter Virenscanner helfen, wenn das installierte Sicherheitsprogramm nichts gefunden hat.
Bei einer Internetsuche nach einem Prozessnamen stoßen Sie häufig auch auf Reinigungsanleitungen, die den Einsatz bestimmter Shareware-Tools empfehlen. Seien Sie bei solchen Empfehlungen besonders vorsichtig.
In vielen Fällen ist der Einsatz solcher Reinigungstools nicht notwendig, da kostenlose Antivirensoftware oder seriöse Sicherheitstools ähnliche Aufgaben übernehmen können. Die angepriesene Shareware verlangt dagegen oft einen hohen Preis, zeigt massenweise Werbung an oder bietet nur begrenzten Nutzen.
Sollte der Blick in den Task-Manager zeigen, dass der Internet-Browser die hohe CPU-Last verursacht, könnte sich darin ein Crypto-Jacker befinden. Dieser nutzt die Rechenleistung Ihres PCs, um digitale Währungen zu berechnen.
Die Lösung ist in vielen Fällen einfach: Der Mining-Code hört meist auf zu arbeiten, sobald Sie die betroffene Website verlassen und den zugehörigen Browser-Tab schließen. Steckt der schädliche Code jedoch in einer Browsererweiterung, müssen Sie diese Erweiterung deinstallieren. Weiterführende Informationen dazu finden Sie unter Punkt 4.
Den Satz mit dem Antivirenprogramm hattest du doppelt im Text. Ich habe ihn nur einmal übernommen.
Passender Lesetipp : Ransomware-Schutz – die besten Tools im Überblick
Weniger dramatisch, aber dennoch unerwünscht sind sogenannte Crypto-Jacker, auch Mining-Malware genannt. Diese Schadprogramme nutzen die Rechenleistung Ihres PCs heimlich, um digitale Währungen wie Monero zu berechnen. Dadurch kann der Computer deutlich langsamer werden, die CPU-Auslastung stark ansteigen und der Stromverbrauch zunehmen.
Auch ein installiertes Antivirenprogramm kann einen Schädling übersehen. Bei einem konkreten Virenverdacht ist deshalb ein Scan mit einem Zweitscanner eine sinnvolle zusätzliche Maßnahme. Empfehlenswert ist zum Beispiel der Eset Online Scanner, um das System zusätzlich auf Schadsoftware zu prüfen.
Wenn die Festplatten-LED dauerhaft oder ungewöhnlich häufig blinkt, obwohl Sie gerade kaum etwas am PC machen, kann das auf starke Hintergrundaktivität hinweisen. Das muss nicht sofort ein Zeichen für einen Hackerangriff sein. Auch Updates, Virenscans, Backups oder Windows-Dienste können die Festplatte stark belasten. Verdächtig wird es jedoch, wenn die Aktivität plötzlich auftritt, lange anhält und kein nachvollziehbarer Grund erkennbar ist.
Die LED Ihrer Festplatte leuchtet ungewöhnlich häufig. Wenn es sich um eine etwas ältere HDD handelt, sind zudem die Laufwerksgeräusche der Magnetplatten sowie der Lese- und Schreibköpfe zu hören.
Etwas benutzerfreundlicher:
Die LED Ihrer Festplatte leuchtet oder blinkt ungewöhnlich häufig. Bei einer älteren HDD können zusätzlich die typischen Laufwerksgeräusche der Magnetplatten sowie der Lese- und Schreibköpfe deutlich hörbar sein.
Meine Empfehlung für den Abschnitt direkt unter der H2:
Die LED Ihrer Festplatte leuchtet oder blinkt ungewöhnlich häufig, obwohl Sie gerade kaum etwas am PC machen. Bei einer älteren HDD können zusätzlich die typischen Laufwerksgeräusche der Magnetplatten sowie der Lese- und Schreibköpfe deutlich hörbar sein.
Es gibt eine ganze Reihe legitimer Tools und Dienste, die eine intensive Festplattennutzung verursachen können. Dazu zählt zum Beispiel der Indexdienst von Windows. Diesen können Sie unter „Windows-Logo → Einstellungen → Suchen → Windows durchsuchen“ konfigurieren.
Auch ein Antivirenprogramm kann die Festplatte stark auslasten, wenn gerade ein vollständiger Systemscan durchgeführt wird. In diesem Fall arbeitet das Sicherheitsprogramm im Hintergrund und prüft viele Dateien nacheinander.
Zu den gefährlichsten Ursachen zählen Erpressungstrojaner, die Ihre Daten verschlüsseln und anschließend ein Lösegeld fordern. Auch Spionagesoftware kann in seltenen Fällen für auffällige Festplattenaktivität verantwortlich sein. Dabei durchsucht ein Angreifer möglicherweise Dateien, liest sensible Informationen aus oder sammelt unbemerkt Daten im Hintergrund.
Welches Programm die aktuelle Last auf der Festplatte verursacht, ermitteln Sie am besten mit dem Ressourcenmonitor von Windows. Sie starten ihn über die Tastenkombination Windows + R. Geben Sie anschließend resmon in das Ausführen-Fenster ein und bestätigen Sie mit Enter.
Wechseln Sie danach auf die Registerkarte „Datenträger“ und klicken Sie auf „Gesamt“, um die aktiven Prozesse nach ihrer Lese- und Schreibaktivität zu sortieren. So erkennen Sie, welches Programm aktuell besonders stark auf die Festplatte zugreift.
Ein Verschlüsselungstrojaner kann dadurch auffallen, dass seine Leseaktivität ungefähr genauso hoch ist wie seine Schreibaktivität. Der Indexdienst von Windows oder ein Virenscanner zeigen dagegen meist einen hohen Leseanteil, aber nur eine geringe Schreibaktivität.
Haben Sie einen Prozess als Ursache für die hohe Festplattenaktivität gefunden, können Sie im Internet weitere Informationen über ihn einholen. Suchen Sie dazu nach dem Prozessnamen und prüfen Sie, ob es sich um ein bekanntes Windows-Tool, ein normales Programm oder einen verdächtigen Prozess handelt.
Den ermittelten Prozess können Sie auch direkt im Ressourcenmonitor beenden. Wie im Task-Manager genügt dafür ein Klick mit der rechten Maustaste auf den Prozess. Wählen Sie anschließend „Prozess beenden“ aus.
Scheint es sich bei einem verdächtigen Prozess um Schadsoftware zu handeln, sollten Sie zusätzlich einen vollständigen Virenscan durchführen. Nutzen Sie dafür Ihr installiertes Antivirenprogramm oder einen seriösen Zweitscanner. Wenn wichtige Dateien betroffen sind oder Sie eine Verschlüsselung vermuten, sollten Sie den PC nicht weiter normal verwenden und möglichst schnell professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Ja, auch hier ist es besser, nach der H2 zuerst einen kurzen Einleitungstext zu setzen und danach erst mit H3-Unterpunkten weiterzumachen.
Das Surfen im Internet stockt, Streamingvideos bleiben immer wieder stehen, und Kopiervorgänge im eigenen Netzwerk dauern ungewöhnlich lange.
In den meisten Fällen liegt die Ursache entweder am eigenen WLAN oder an einem langsamen Internetanschluss. Auch ein legitimer großer Upload oder Download kann die Verbindung stark belasten. Ein großer Upload entsteht zum Beispiel, wenn Sie Fotos, Videos oder andere Daten in die Cloud sichern.
In sehr seltenen Fällen kann Ihr PC von Schadsoftware befallen sein. Dann besteht die Möglichkeit, dass ein Angreifer gerade große Datenmengen ins Internet kopiert.
Prüfen Sie zuerst im Ressourcenmonitor unter der Registerkarte „Netzwerk“, ob ein einzelner Prozess eine hohe Netzwerklast verursacht. Testen Sie anschließend Ihr WLAN, indem Sie den Rechner testweise per LAN-Kabel direkt mit dem Router verbinden. Danach sollten Sie Ihren Internetanschluss überprüfen. Ob dieser zu langsam ist, können Sie zum Beispiel mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur feststellen.
Lesetipp: Internet zu langsam? So prüfen Sie Ihre Verbindung richtig.
Sollte Ihr Problem darin bestehen, dass eine bestimmte Internetseite nicht oder nur sehr langsam reagiert, hilft ein Test mit Diensten wie Down for Everyone or Just Me oder Allestörungen. So erkennen Sie, ob die Webseite allgemein gestört ist oder ob das Problem nur bei Ihnen auftritt.
Mit einem Speedtest können Sie zusätzlich die tatsächliche Download- und Upload-Geschwindigkeit Ihres Internetanschlusses prüfen. Sind die Werte dauerhaft zu niedrig, sollten Sie Ihren Internetprovider kontaktieren.
Wenn Ihr WLAN die Ursache für das stockende Netzwerk ist, sollten Sie Router-Standort, Signalstärke, Repeater, Funkkanal und mögliche Störquellen prüfen. Wenn der Internetanschluss selbst zu langsam ist, hilft meist ein Kontakt zum Internetprovider. Ein Messprotokoll kann dabei ein gutes Argument sein.
Wird die bremsende Netzwerklast von einem einzelnen unbekannten Prozess verursacht, sollten Sie besonders vorsichtig sein. Prüfen Sie den Prozessnamen, führen Sie einen Virenscan durch und laden Sie verdächtige Dateien nur bei seriösen Prüfdiensten wie VirusTotal hoch, um sie auf Schadsoftware prüfen zu lassen.
Auf Ihrem PC erscheinen plötzlich nervige Pop-up-Fenster mit Werbung. Oder Ihr Browser zeigt deutlich mehr Werbung an als noch kurz zuvor. Auch unbekannte Erweiterungen können plötzlich installiert sein, ohne dass Sie dies selbst veranlasst haben.
Sie befinden sich möglicherweise auf einer Website, die ungewöhnlich viel Werbung anzeigt. Manche Webseiten versuchen sogar, den Browser auszutricksen und neue Fenster mit weiterer Werbung zu öffnen.
Eine Adware kann sich dauerhaft auf Ihrem PC installiert haben und laufend Werbung anzeigen. Das kann sogar teuer werden, wenn die Adware eine gefälschte Virenwarnung anzeigt und als Lösung ein kostenpflichtiges Tool empfiehlt. Wer dann kauft, erhält häufig ein nutzloses Programm.
Starten Sie zuerst eine Suche mit einem Anti-Adware-Programm. Empfehlenswert ist zum Beispiel der kostenlose AdwCleaner. Wenn Sie vermuten, dass die Adware im Browser steckt, lohnt sich ein Schnelltest: Starten Sie den Browser ohne Erweiterungen, denn häufig versteckt sich Adware genau dort.
Ein Anti-Adware-Tool kann verdächtige Programme, unerwünschte Browseränderungen und störende Werbesoftware erkennen. Bevor Änderungen am System vorgenommen werden, sollte das Tool eine Sicherung wichtiger Einstellungen erstellen.
In Firefox können Sie den Browser über „Menüsymbol → Hilfe → Fehlerbehebungsmodus“ ohne Erweiterungen starten. Klicken Sie anschließend auf „Neu starten“. Alternativ können Sie Firefox im abgesicherten Modus öffnen, indem Sie beim Start die Umschalttaste gedrückt halten.
In Chrome lassen sich Erweiterungen nicht ganz so bequem deaktivieren. Sie können jedoch über „Menüsymbol → Neues Inkognito-Fenster“ ein Fenster öffnen, in dem viele Erweiterungen nicht aktiv sind. Schließen Sie danach das normale Chrome-Fenster und prüfen Sie, ob die Werbung weiterhin erscheint.
In Microsoft Edge funktioniert ein ähnlicher Test über „Menüsymbol → Neues InPrivate-Fenster“. Auch hier können Sie prüfen, ob Pop-ups oder unerwünschte Werbung weiterhin auftreten.
Wenn das Anti-Adware-Tool die Adware gefunden hat, kann es meist auch bei der Entfernung helfen. Wird die Ursache im Browser gefunden, sollten verdächtige Erweiterungen entfernt und die Browser-Einstellungen geprüft werden. Falls das Tool die Adware nicht vollständig beseitigt, sollten Sie die installierten Erweiterungen manuell kontrollieren und unbekannte oder verdächtige Add-ons löschen.
Auf Ihrem PC erscheinen plötzlich nervige Pop-up-Fenster mit Werbung. Oder Ihr Browser zeigt deutlich mehr Werbung an als noch kurz zuvor. Auch unbekannte Erweiterungen können plötzlich installiert sein, ohne dass Sie dies selbst veranlasst haben.
Sie befinden sich möglicherweise auf einer Website, die ungewöhnlich viel Werbung anzeigt. Manche Webseiten können den Browser sogar dazu bringen, neue Fenster mit weiterer Werbung zu öffnen.
Eine Adware hat sich möglicherweise dauerhaft auf Ihrem PC installiert und zeigt nun laufend Werbung an. Das kann sogar teuer werden, wenn die Adware eine gefälschte Virenwarnung vorgaukelt und als Lösung ein kostenpflichtiges Tool empfiehlt. Wer dann kauft, erhält meist ein nutzloses Programm.
Starten Sie eine Suche mit einem Anti-Adware-Programm. Empfehlenswert ist zum Beispiel der kostenlose AdwCleaner. Das Tool findet und beseitigt Adware in Windows sehr zuverlässig. Bevor Änderungen am System vorgenommen werden, erstellt es ein Backup der Registry.
Wenn Sie vermuten, dass die Adware im Browser steckt, lohnt sich folgender Schnelltest: Starten Sie den Browser ohne Browsererweiterungen, denn darin versteckt sich häufig Adware.
In Firefox geht das über „Menüsymbol → Hilfe → Fehlerbehebungsmodus“. Klicken Sie anschließend auf „Neu starten“.
In Chrome lassen sich Erweiterungen nicht ganz so bequem deaktivieren. Sie können jedoch über „Menüsymbol → Neues Inkognito-Fenster“ ein Fenster öffnen, in dem viele Erweiterungen nicht aktiv sind. Schließen Sie danach das normale Chrome-Fenster und prüfen Sie, ob die Werbung weiterhin erscheint.
In Microsoft Edge können Sie denselben Trick anwenden. Öffnen Sie über „Menüsymbol → Neues InPrivate-Fenster“ ein neues Browserfenster ohne oder fast ohne Erweiterungen.
Wenn der AdwCleaner die Adware gefunden hat, hilft er auch bei der Entfernung des Störenfrieds. Das Programm sollte Adware auch im Internetbrowser finden und beseitigen.
Falls das Tool die Adware nicht vollständig entfernen kann, sollten Sie die installierten Browsererweiterungen manuell prüfen. Entfernen Sie unbekannte, verdächtige oder kürzlich hinzugefügte Erweiterungen. Danach sollten Sie den Browser neu starten und prüfen, ob die Pop-ups verschwunden sind.
Das Android-Smartphone zeigt plötzlich Werbefenster an oder wird ungewöhnlich warm, obwohl keine App aktiv genutzt wird.
Möglicherweise haben Sie eine werbefinanzierte App installiert, die regelmäßig Werbung anzeigt. Manche kostenlosen Apps finanzieren sich über Werbeeinblendungen. Das ist nicht automatisch gefährlich, kann aber störend sein.
Es kann auch sein, dass sich Adware auf dem Android-Smartphone installiert hat und laufend Werbung anzeigt. In seltenen Fällen kann auch gefährlichere Schadsoftware dahinterstecken, die zum Beispiel versucht, persönliche Daten oder Online-Banking-Zugangsdaten auszuspähen.
Besonders häufig sind auf Android sogenannte Adware-Apps. Diese zeigen unerwünschte Werbung an, verändern teilweise das Verhalten des Geräts und können das Smartphone deutlich verlangsamen.
Nutzen Sie eine seriöse Antiviren-App für Android. Empfehlenswert ist zum Beispiel Sophos Intercept X for Mobile. Zusätzlich gibt es weitere bekannte Sicherheits-Apps, mit denen Sie Ihr Android-Smartphone auf Schadsoftware prüfen können.
Achten Sie außerdem auf Apps, die Sie kurz vor dem Auftreten der Probleme installiert haben. Besonders verdächtig sind Apps mit vielen Berechtigungen, unbekannten Entwicklern oder ungewöhnlichem Verhalten.
In Microsoft Edge können Sie denselben Trick anwenden. Öffnen Sie über „Menüsymbol → Neues InPrivate-Fenster“ ein neues Browserfenster ohne oder fast ohne Erweiterungen.
Wenn die Antiviren-App einen Schädling findet, kann sie diesen in der Regel auch entfernen. Zusätzlich sollten Sie verdächtige Apps manuell deinstallieren und das Smartphone anschließend neu starten.
Bleiben die Probleme bestehen, prüfen Sie die App-Berechtigungen und entfernen Sie unbekannte oder nicht mehr benötigte Anwendungen. Bei starkem Verdacht auf Schadsoftware kann auch ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen sinnvoll sein – vorher sollten wichtige Daten gesichert werden.
Wenn die Webcam-Leuchte Ihres Computers plötzlich oder dauerhaft leuchtet und Sie nicht wissen, warum, sollten Sie die Ursache prüfen. In manchen Fällen kann das ein Hinweis darauf sein, dass eine Anwendung oder ein unbekannter Prozess auf Ihre Kamera zugreift.
Wenn jemand einen Fernzugriffs-Trojaner, auch RAT genannt, oder eine andere Art von Malware verwendet, kann die Webcam ohne Ihr bewusstes Zutun aktiviert werden. Viele Laptops und PCs zeigen dies über eine Webcam-Leuchte an. Einige Geräte besitzen keine eigene Webcam-Lampe, zeigen aber über ein Symbol in der Taskleiste oder in den Datenschutzeinstellungen an, dass die Kamera aktiv ist.
Es ist auch möglich, dass versehentlich eine Videokonferenz-App im Hintergrund geöffnet geblieben ist. Programme wie Teams, Zoom, Skype, Google Meet oder andere Kommunikations-Apps können die Webcam weiterhin verwenden, wenn sie nicht vollständig geschlossen wurden.
In seltenen Fällen kann Schadsoftware versuchen, über die Webcam mitzuschauen oder das Gerät aus der Ferne zu kontrollieren. Besonders verdächtig ist es, wenn die Webcam-Leuchte ohne geöffnete Videokonferenz-App aktiv ist oder immer wieder kurz aufleuchtet.
Prüfen Sie zuerst, welche Anwendung auf die Kamera zugreift. In Windows können Sie dies über die Datenschutzeinstellungen kontrollieren. Öffnen Sie dazu die Einstellungen und prüfen Sie unter Datenschutz und Sicherheit → Kamera, welche Apps Kamerazugriff haben.
Kontrollieren Sie außerdem den Task-Manager und schließen Sie Programme, die Sie nicht benötigen. Wenn Sie eine unbekannte Anwendung finden oder die Webcam weiterhin aktiv bleibt, sollten Sie zusätzlich einen Virenscan durchführen.
In Microsoft Edge können Sie denselben Trick anwenden. Öffnen Sie über „Menüsymbol → Neues InPrivate-Fenster“ ein neues Browserfenster ohne oder fast ohne Erweiterungen.
Schließen Sie zunächst alle Videokonferenz- und Kommunikationsprogramme vollständig. Deaktivieren Sie anschließend den Kamerazugriff für Apps, die ihn nicht benötigen. Wenn Sie die Webcam selten verwenden, können Sie sie zusätzlich im Geräte-Manager deaktivieren oder physisch abdecken.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Malware auf Ihre Webcam zugreift, führen Sie einen vollständigen Virenscan durch. Bleibt das Problem bestehen, sollten Sie das System professionell prüfen lassen, besonders wenn gleichzeitig weitere Warnsignale auftreten.
Bei einem Hack geht es nicht immer nur um den direkten Zugriff auf Ihren Computer. Häufig versuchen Angreifer auch, Zugang zu Ihren Online-Konten zu erhalten.
Eine der häufigsten Methoden ist die Nutzung bereits bekannter Zugangsdaten. Dabei muss Ihr Computer selbst nicht einmal gehackt worden sein. Es kann ausreichen, wenn ein von Ihnen verwendetes Passwort bei einem Datenleck aufgetaucht ist – besonders gefährlich wird es, wenn Sie dieses Passwort bei mehreren Diensten verwenden.
Dann testet der Angreifer die Kombination aus Benutzername oder E-Mail-Adresse und Passwort bei anderen Online-Diensten. Wenn ein Dienst diese durchgesickerten Zugangsdaten akzeptiert, erhält der Angreifer Zugriff auf Ihr Konto. Genau deshalb ist die Wiederverwendung von Passwörtern so riskant und die Zwei-Faktor-Authentifizierung besonders wichtig.
Nicht jede E-Mail über eine Anmeldung oder Passwortänderung bedeutet sofort einen erfolgreichen Hack. Manchmal handelt es sich um eine legitime Sicherheitsmeldung, einen eigenen Login auf einem neuen Gerät oder eine Benachrichtigung nach einer selbst ausgelösten Passwortänderung.
Trotzdem sollten Sie solche Meldungen immer ernst nehmen und prüfen, ob die Aktivität wirklich von Ihnen stammt.
Gefährlich wird es, wenn Sie E-Mails über Passwortänderungen, neue Logins oder Sicherheitswarnungen erhalten, obwohl Sie selbst nichts veranlasst haben. Besonders kritisch ist es, wenn mehrere Konten gleichzeitig betroffen sind oder Sie keinen Zugriff mehr auf Ihr E-Mail-Konto haben.
Hat ein Angreifer Zugriff auf Ihr Mail-Konto, kann er Passwortänderungen bei anderen Diensten mitlesen, bestätigen oder erneut zurücksetzen. In diesem Fall müssen Sie zuerst Ihr E-Mail-Konto absichern.
Prüfen Sie zuerst Ihr E-Mail-Konto und die letzten Anmeldeaktivitäten. Viele Dienste zeigen an, von welchen Geräten, Standorten oder IP-Adressen zuletzt auf das Konto zugegriffen wurde.
Kontrollieren Sie anschließend, bei welchen Diensten Sie dasselbe Passwort verwendet haben. Wenn ein Passwort mehrfach genutzt wurde, sollten Sie es überall ändern. Prüfen Sie außerdem, ob unbekannte Weiterleitungen, neue Wiederherstellungsadressen oder unbekannte Geräte in Ihrem Konto hinterlegt wurden.
Benachrichtigen Sie umgehend alle Dienste, bei denen Sie das kompromittierte Passwort verwendet haben. Sorgen Sie dafür, dass betroffene Konten gesperrt, geprüft oder mit einem neuen sicheren Passwort geschützt werden.
Wenn der Angreifer auch Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto hat, müssen Sie zuerst dieses Konto absichern. Ändern Sie das Passwort, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und entfernen Sie unbekannte Geräte, Weiterleitungen oder Wiederherstellungsoptionen. Erst danach sind weitere Passwortänderungen bei anderen Diensten sinnvoll.
Ein gehackter PC kann sich durch verschiedene Warnsignale bemerkbar machen. Dazu gehören ein plötzlich langsames System, eine dauerhaft hohe CPU-Auslastung, ungewöhnliche Festplattenaktivität, unerwünschte Pop-ups, unbekannte Programme oder seltsame Browserweiterleitungen. Auch ungewöhnliche E-Mails, Passwortänderungen oder neue Anmeldungen bei Online-Konten können Hinweise auf einen Angriff sein.
Wenn Sie vermuten, dass Ihr PC gehackt wurde, sollten Sie zuerst die Internetverbindung trennen und keine sensiblen Daten mehr eingeben. Führen Sie anschließend einen vollständigen Virenscan durch und prüfen Sie verdächtige Prozesse im Task-Manager. Ändern Sie wichtige Passwörter möglichst von einem anderen, sicheren Gerät aus. Wenn Sie unsicher sind oder wichtige Daten betroffen sind, sollten Sie professionelle IT-Hilfe in Anspruch nehmen.
Ein Antivirenprogramm ist eine wichtige erste Maßnahme, erkennt aber nicht jeden Angriff zuverlässig. Manche Schadsoftware bleibt unentdeckt oder tarnt sich als normaler Prozess. Deshalb ist es sinnvoll, zusätzlich auf Symptome wie hohe CPU-Auslastung, starke Festplattenaktivität, unbekannte Programme oder ungewöhnliche Netzwerkverbindungen zu achten. Bei Verdacht kann auch ein Zweitscanner helfen.
Ja, auch der Browser kann betroffen sein. Häufig stecken unerwünschte Erweiterungen, Adware oder manipulierte Einstellungen dahinter. Hinweise sind plötzlich auftauchende Pop-ups, Weiterleitungen auf fremde Webseiten, eine geänderte Startseite oder ungewöhnlich viel Werbung. In diesem Fall sollten Sie die Browsererweiterungen prüfen, unbekannte Add-ons entfernen und den Browser gegebenenfalls zurücksetzen.
Wenn die Webcam-Leuchte plötzlich aufleuchtet, kann eine normale Anwendung wie Teams, Zoom oder ein Browser darauf zugreifen. Bleibt die Leuchte jedoch aktiv, obwohl keine Videokonferenz oder Kamera-App geöffnet ist, sollten Sie vorsichtig sein. Prüfen Sie die Kamera-Berechtigungen in Windows, schließen Sie unbekannte Programme und führen Sie einen Virenscan durch.
Wenn Ihr E-Mail-Konto betroffen ist, sollten Sie dieses zuerst absichern. Ändern Sie das Passwort von einem sicheren Gerät aus, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und prüfen Sie, ob unbekannte Weiterleitungen, Wiederherstellungsadressen oder Geräte hinterlegt wurden. Erst danach sollten Sie Passwörter bei anderen Diensten ändern, da viele Konten über das E-Mail-Konto zurückgesetzt werden können.
Nein, ein langsamer PC bedeutet nicht automatisch, dass er gehackt wurde. Häufige Ursachen sind Updates, volle Festplatten, viele Autostart-Programme, alte Hardware oder normale Hintergrundprozesse. Verdächtig wird es erst, wenn die Probleme plötzlich auftreten, dauerhaft bestehen und zusammen mit weiteren Warnsignalen wie Pop-ups, unbekannten Prozessen oder hoher Netzwerklast auftreten.
Sie sind unsicher, ob Ihr PC gehackt wurde oder nur ein technisches Problem vorliegt? Wir prüfen Ihr System, erkennen mögliche Schadsoftware und unterstützen Sie bei der sicheren Bereinigung.